Barhufpflege & Huftechnik

Der Gesunde Huf

Ein gesunder Huf wirkt kompakt, glatt und gerade, seine Linien passen zu Fessel-, Bein- und Schulterwinkeln. Der Kronrand ist leicht geschwungen und gerade, die Temperatur "handwarm" oder an die Umgebung angepasst. Kalte Hufe sind wie kalte Füße: Schlecht durchlutet und unangenehm!

 

Das Pferd setzt die Hufe locker und frei auf jedem Untergrund auf, wobei die Trachten einen Bruchteil eher auf den Boden kommen als die Zehe, und der Fuß mittig und gerade abrollt. Der Gang ist nicht tapsig oder verhalten sondern gleichmäßig und schwungvoll-elegant.

 

Die Wände sollten glatt, ohne Rillen, Verbiegungen und Einblutungen sein, unten gleichmäßig abgerundet und ohne gröbere Bruchstellen oder Rillen, Furchen oder gar Spalten.

Ein größerer Überstand wird von den meisten Pferden nur sehr schlecht vertragen und sollte rechtzeitig und regelmäßig fachgerecht eingekürzt werden.

 

Die Sohle ist in der Regel leicht gewölbt, ein Teil kann durchaus auch auf glattem Boden mittragen, der Rest trägt spätestens auf weichem Boden einen Großteil des Pferdegewichtes.

Die Sohlenfläche ist oft gefleckt, weiß/gelblich mit dunklen Pigmentstellen - aber niemals sollten rötliche Druckstellen zu sehen sein. Hineinschnitzen schwächt die Sohle und macht sie empfindlich.

Wenn man sie leicht eindrücken kann, ist sie zu dünn.

 

Der Strahl sollte sauber, glatt und stabil aussehen, nicht zu breit sein, aber noch schlimmer wäre es, wenn er zu schmal oder gar kaum vorhanden ist.

Er kann, wenn er gesund ist, einen großen Teil der Gewichtsübernahme abfedern und sollte niemals schwebend sein, wie es bei beschlagenen Pferden üblich ist.

Er ist maßgeblich am Hufmechanismus beteiligt.

Fäule oder Pilzbefall schwächen den Strahl deutlich und sollten penibelst vermieden und behandelt werden.

Ein gesunder Strahl nimmt etwa 2/3 der Huflänge ein.

 

Insgesamt sollte der Huf regelmäßig und symmetrisch wirken. Die weiße Linie sollte fest und geschlossen aussehen und keine Steinchen ansammeln.

Die Standfläche der Vorderhufe ist meist annähernd rund, die Hinterhufe etwas ovaler und kleiner.

Sowohl Fehlstellungen (Zeheneng oder Zehenweit, Bockhuf oder zu lange Zehe) als auch Trachtenzwang oder Tellerhufe sind behandelbar und keineswegs "Rassebedingt".

 

Die Ernährung und Haltung des Pferdes spielen auch noch eine sehr große Rolle, was die Hufgesundheit angeht. So gibt es stoffwechsel- oder ernährungsbedingte Hufprobleme wie Hufrehe, brüchige Wände oder sogar Strahlprobleme genauso, wie durch mangelnde Bewegung oder unhygienische Verhältnisse verursachte Strahlprobleme oder Fehlstellungen...

 

Wenn es also darum geht, einem Pferd gesunde Hufe zu erhalten, ist der Besitzer genauso gefragt, wie der Stallbetreiber und der Hufbearbeiter.

Barhufpflege

Huftechnik

Der Fachbereich Huftechnik befasst sich ausschließlich mit Hufschutz, der nicht aus dem Hufeisen im klassischen Sinn besteht und ist erst in den 90er Jahren entstanden. Somit unterscheidet sich die Huftechnik im Wesentlichen durch die alternativ verwendeten Materialien wie Aluminium und Kunststoff, was zwar auch das Annageln beinhaltet, jedoch ebenfalls das Aufkleben.

 

Die Vorteile dieser Materialien liegen in der in Ihrer stoßdämpfenden Wirkung und dem geringeren Gewicht. Auch hat man die Option beides zu kombinieren um z. B. die Rutschfestigkeit zu erhöhen.

 

Für welche Art von Hufschutz Ihr Pferd geeignet ist, hängt von Einflüssen wie Haltung, Alter, Krankheit, Körperbau und Nutzung ab.

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, stehe ich Ihnen

gern zur Verfügung und berate Sie dahingehen.

Beispiele Barhufpflege (u.a. Vorher/Nachher) und gesunde Hufe

Hufprobleme/Krankheiten

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© Katharina Busch

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